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Frequenzwechsel in der Filmwerkstatt DĂĽsseldorf (28.04.2012)

Verballung II ist Teil des Programms der Langen Nacht der Museen DĂĽsseldorf 2012: 4 Stunden Klang- und Bildgenerierung, die sowohl performativ wie installativ ausgerichtet sind. Besucher_innen bewegen sich durch den Klang- und Bildraum und werden visuell als Schatten oder als Elemente im Kamerabild in die Arbeit eingebaut.

Gegen die Abschirmung und das Herausfiltern von Rauschen: als leitende akustische Quelle gilt die Verstärkung von elektronischer Emission; mit so genannten sniffers wird die Frequenzemission von elektronischen Geräten detektiert und mit einem stark analogen Ansatz weiterverwertet. Die Sonifizierung von Elektro-Smog wird von der Visualisierung von “Berechnungsrauschen” von GPS-Koordinaten begleitet: obwohl die GPS-Daten-Empfänger ortsgebunden ist, verursacht die Bewegung der Satelliten einen ständig wechselden Berechnungsfehler und variable Koordinatenwerte: diese Variabilität wird zur Bildgenerierung verwertet.

Die 2 Hauptvideokanäle sind auf mehreren Projektionsflächen verteilt; im Raum hängen durchlässige, bedingt bewegliche Raumverteiler aus Projektionsfolie. Ein Videokanal streamt ein Kamerabild aus dem Installationsraum selbst; das Bild wird nach Helligkeitswerten analysiert; die Pixel werden mit dem empfangenen GPS-Koordinaten als Ascii-Zeichen überspielt.
Ein weiterer Videokanal zeichnet Linien in einem virtuellen 3-dimensionalen Raum; als Werte werden die vor Ort empfangenen GPS-Koordinaten nach einem WGS84-Datenmodell verwendet.